
Die Wolken über Tucson zogen sich blitzschnell zusammen, so dass es innerhalb kürzester Zeit stockdunkel war. Blitze von unglaublicher Länge durchzogen den Himmel und schlugen in der Umgebung ein, der Donner darauf war von so unglaublicher Intensität, dass man denken musste, man sei direkt getroffen worden. Und dann kam der Regen... In Tucson fällt pro Jahr nur so ungefähr n halber Meter Regen, aber das ziemlich konzentriert, so dass innerhalb von Minuten Wassermassen die Straßen entlangschossen und der Wind durch die Gassen fegte.
Die Stadtplaner von Tucson müssen wohl unglaublich schlaue Menschen gewesen sein, sie müssen wohl das Potential der Stadt als Wasserpark und Touristenattraktion früh geahnt haben, da sie die Stadt,inmitten von Bergen in einem Tal liegend, nicht mit einer Kanalisation ausgestattet haben. So kann das Wasser nicht abfließen und bahnt sich seinen Weg durch die Häuserschluchten... Innerhalb von Minuten haben sich so mit dem Auto undurchfahrbare Seen (bestimmt nen halben Meter tief...) gebildet, die nur von waghalsigen Monstertruckfahrern durchquert werden können.
Hab dann natürlich auch n paar Fotos geschossen,als es schon bisschen stiller draussen war. Allerdings sind die eher bescheiden ausgefallen. Naja, mit n bisschen Fantasie kann man sich die reflektierenden Flächen als Wasserpfützen vorstellen, die ganze Strasse vorm Cafe war n See. (Zumindest n kleiner;-)

Also, nix mit Pool.... Bin dann nachher Gott sei Dank noch von nem Bekannten nach Hause gefahrn worden.
Heute fingen dann die Orientation days mit einem Vortrag des Vize-Präsidenten der Uni an. American style kann ich da nur sagen. Er hat uns in den Himmel gelobt noch und nöcher, da durfte man garnicht bei allem zuhören, weil man ansonsten mit einem riesigen Ego die Veranstaltung verlassen hat. Alles in allem muss man aber sagen, dass man in den USA Studenten ganz anders sieht als bei uns in good old Europe. Hier wird man als (zahlender) Dienstleistungsempfänger wie ein hoher Gast hofiert, während einem das bei uns eher weniger passiert, man sich manchmal schon eher auf seine Matrikelnummer reduziert sieht.
Die Veranstaltung gliederte sich in mehrere Teile, von denen einer der ersten auch ein "Introducing" Teil war, bei dem sich die Studenten nationenweise vorstellen. So über den Daumen gepeilt sind es ungefähr 200 Graduate-Studenten gewesen, die ausm Ausland angereist sind. Es waren ziemlich viele verschiedene Nationen dabei, teilweise sehr exotisch.Die Mehrheit stellten allerdings Inder und Chinesen (zusammen etwa 2/3). Natürlich, wie kann das anders sein. Danach folgte n ganzer Haufen organisatorischer Kram, der hier aber nicht wirklich erwähnenswert is...Also in Sachen Bürokratie stehn uns die Amis in nix nach...
Natürlich haben wir über den Tag ne ganze Menge Leute kennengelernt, da musste man doch direkt die Chance nutzen abends einen ballern zu gehn. So sind wir in ner Art Pub gewesen und da gabs wirklich gutes (ausnahmsweise) amerikanisches Bier. Dat war dann der richtige Ort zum Kennenlernen. Wir waren zwar in der Mehrheit Deutsche da, aber es waren auch n paar Dänen vertreten, n stiller Franzose, ne Neuseeländerin und n Quotenamerikaner. Alles in allem ne ganz coole Truppe. Und nachher ziemlich betrunken. Naja, das war der erste Uni-Abend. So kann es weitergehn.
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